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	<title>Ganzkörperkältetherapie Archive - Körperkälte - Fit und Gesund dank Kältekammer</title>
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	<description>Durch die Kryotherapie mehr leisten und gesund bleiben!</description>
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	<title>Ganzkörperkältetherapie Archive - Körperkälte - Fit und Gesund dank Kältekammer</title>
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		<title>Uralte Praktik mit modernen Mitteln: Ganzkörperkältetherapie bei -85℃</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Obermann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2021 13:38:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ganzkörperkältetherapie]]></category>
		<category><![CDATA[GKKT]]></category>
		<category><![CDATA[Kältekammer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sich Temperaturen von bis zu -85℃ auszusetzen, liegt jenseits unserer normalen Erfahrungswelt. Die meisten kennen nur Extremsituationen, die durch die Kombination aus hohen und niedrigen Temperaturen erzeugt werden wie zum Beispiel in der Sauna und der anschließenden willkommenen Erfrischung im kalten Schnee oder im Wellness-Kälteraum. Für die Erfahrung niedriger Temperaturen alleine scheint es abgesehen von [&#8230;]</p>
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<p>Sich Temperaturen von bis zu -85℃ auszusetzen, liegt jenseits unserer normalen Erfahrungswelt. Die meisten kennen nur Extremsituationen, die durch die Kombination aus hohen und niedrigen Temperaturen erzeugt werden wie zum Beispiel in der Sauna und der anschließenden willkommenen Erfrischung im kalten Schnee oder im Wellness-Kälteraum. Für die Erfahrung niedriger Temperaturen alleine scheint es abgesehen von der Kneipp-Kur in unserem westlichen Kulturkreis jedoch keine Praktik zu geben. Im Alltag meiden wir die Kälte so gut es geht und regulieren unsere Innenräume übers ganze Jahr auf eine ungefähr gleichbleibende Temperatur von 20-21℃. Über im Netz auftauchende Videos von Menschen aus Norwegen oder Russland, die in einer schneebedeckten Landschaft in den See springen oder unter der zugefrorenen Wasseroberfläche tauchen, schütteln wir meistens nur entsetzt und ungläubig den Kopf. Kälte ist für viele schlicht und einfach ein No-Go. Seit einigen Jahren lässt sich jedoch auch im westlichen Mainstream eine zunehmende positive Resonanz auf die bewusste Anwendung kalter Temperaturen beobachten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kälte als medizinisches Mittel und Wellness-Behandlung</strong></h2>



<p>Im medizinischen Bereich sind die positiven Effekte von Kälte bereits seit der Antike bekannt. Wo damals kaltes Wasser, Schnee und Eis verwendet wurde, steht heute die <a href="https://koerperkaelte.de/was-ist-eine-kaeltekammer">Kältekammer</a> auf dem Therapieplan, die auf bis zu -85℃ herunter gekühlt werden kann. Auf diese Weise müssen Patient*innen nur für einen kurzen Moment (maximal 3 Minuten) in der Kammer verweilen; denn wie Pfarrer Sebastian Kneipp schon wusste: „Je kälter der Kältereiz, desto kürzer die Anwendung.“<sup>1</sup> Behandelt werden so vor allem chronische Krankheiten wie Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Schuppenflechte, Multiple Sklerose, Neurodermitis oder Asthma bronchiale. Die Ganzkörperkältetherapie kann dabei helfen, den Verlauf der Erkrankung zu verzögern, die Schmerzen und Symptome zu lindern, Stress abzubauen und die Patient*innen zu mobilisieren. Jenseits des medizinischen Anwendungsbereichs wird die Kältetherapie heute auch immer mehr als <a href="https://koerperkaelte.de/kryotherapie-wellness-beauty">Wellness-Behandlung</a> bekannt: Hochleistungssportler*innen bauen sie in ihren Trainingsplan mit ein, um die Regeneration ihres Körpers zu beschleunigen und um ihren Energiehaushalt zu ökonomisieren, während Models und Influencer*innen auf kosmetische Effekte setzen. Dank der weltweiten digitalen Vernetzung und Personen wie Wim Hof ‒ der als Wegbereiter und Botschafter des Wissens von der Kraft der Kälte gilt ‒ wird die Kältetherapie allmählich immer populärer. Hof, der durch seine außergewöhnlichen Selbstexperimente und seine buchstäblich übernatürliche Leistung bekannt geworden ist (zum Beispiel ein Marathonlauf im nördlichen Polarkreis), hat maßgeblich dazu beigetragen, die Kälte von ihrem negativ behafteten Image zu befreien und ihre therapeutischen und leistungssteigernden Effekte  auch in der westlichen Welt bekannt zu machen. Was noch fehlt, ist die eingehende Zuwendung der Forschung. Denn obwohl es bereits eine Vielzahl an Untersuchungen gab, bei denen die positiven Effekte von Kälte auf den menschlichen Organismus unter die Lupe genommen wurden, konnte noch kein wissenschaftlicher Konsens hergestellt werden. Dies ist jedoch nur eine Frage der Zeit. Je mehr Menschen sich für das Thema Kältetherapie begeistern und je mehr es in den Sozialen Medien diskutiert wird, desto größer wird auch das Interesse der Forschung. Und vielleicht wird der Besuch einer Kältekammer irgendwann einmal so normal sein wie der Besuch einer Sauna oder einer Therme.</p>



<p>Quellen:</p>



<p>Dr. Außerer, Oskar; Dr. med. Thuile, Christian: <em>Schneesauna. Die Wellness-Revolution. </em><em>Eine Methode nach Dr. med. Christian Thuile.</em> Wien 2014.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p>[1] Vgl. Dr. med. Christian Thuile, Dr. Oskar Außerer: Schneesauna. Die Wellness-Revolution. Eine Methode nach Dr. med. Christian Thuile. Wien 2014. S. 52.</p>
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		<title>Der historische Hintergrund der Ganzkörperkältetherapie</title>
		<link>https://koerperkaelte.de/der-historische-hintergrund-der-ganzkoerperkaeltetherapie</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paul Obermann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2021 08:12:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Ganzkörperkältetherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[GKKT]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kälte: Vom antiken Anästhetikum zum Hausmittel Nr.1 Dass Kälte einen therapeutischen und schmerzlindernden Effekt auf den menschlichen Körper haben kann, entdeckte bereits die Volksmedizin des Altertums. Ärzteschulen in Persien, im alten Rom und im antiken Griechenland verwendeten Eiswasser, Schnee und kaltes Wasser, um verschiedene Krankheitsbilder zu behandeln und um im chirurgischen Bereich schmerzfrei operieren zu [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kälte: Vom antiken Anästhetikum zum Hausmittel Nr.1</strong></h2>



<p>Dass Kälte einen therapeutischen und schmerzlindernden Effekt auf den menschlichen Körper haben kann, entdeckte bereits die Volksmedizin des Altertums. Ärzteschulen in Persien, im alten Rom und im antiken Griechenland verwendeten Eiswasser, Schnee und kaltes Wasser, um verschiedene Krankheitsbilder zu behandeln und um im chirurgischen Bereich schmerzfrei operieren zu können.<sup>1</sup> Dieses uralte Wissen ist bis heute erhalten geblieben: Bei kleinen Verbrennungen, Entzündungen und Beulen ist das Kühlen meist die erste Maßnahme im Alltag.<strong> Des Weiteren wird Kälte heute auch in Form von Kältekammern eingesetzt, wo der gesamte Körper kurzzeitig einer Temperatur von bis zu -190℃ ausgesetzt wird.</strong> Dies kann dabei helfen, die Symptome chronischer Krankheiten zu lindern und eine Verschlimmerung zu verzögern. So zum Beispiel bei Rheumatoider Arthritis, Morbus Bechterew, Schuppenflechte, Multipler Sklerose, Neurodermitis, Asthma bronchiale und vielen mehr. Obwohl das eingesetzte Mittel das gleiche ist, ist Kälte als Ganzkörperanwendung weitaus weniger bekannt als die Anwendung als Hausmittel. Tatsächlich hat sie heute jedoch einen festen Platz im Therapieplan vieler Patienten. Wer zum ersten Mal von der Ganzkörperkältetherapie hört und verwundert den Kopf schüttelt, sollte einmal einen genaueren Blick auf die <strong>Geschichte des Wissens</strong> rund um den therapeutischen Effekt von Kälte werfen; <strong>diese hatte nämlich gerade in Deutschland einen spannenden und äußerst populären Verlauf.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Kneipp-Kur</strong></h2>



<p>Der Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) trug einen immensen Teil zum Wissen über den therapeutischen Effekt von Kälteanwendungen bei und machte sich so auf ewig einen Namen in der deutschen Kultur und über ihre Grenzen hinaus. Seine Beschäftigung mit der Wirkung von kaltem Wasser auf den kranken Körper begann, als er selbst erkrankte: Im Alter von 28 Jahren wurde bei Kneipp Tuberkulose festgestellt; eine Infektionskrankheit, die vor allem die Lunge befällt und im 19. Jahrhundert meistens tödlich verlief, ja geradezu mit einem Todesurteil gleichzusetzen war. Nach seiner Erkrankung geriet zufällig das Buch <strong>„Unterricht von der Heilkraft des frischen Wassers“</strong> von<strong> Johann S. Hahn</strong> in Kneipps Besitz, das heute als Pionierwerk der deutschen Wasserheilkunde gilt. Er las es und befolgte die darin enthaltenen Empfehlungen, täglich kalt zu baden. Kneipp wählte hierfür die Donau und schwamm jeden Tag in ihrem kalten Wasser. Das Ergebnis: Er wurde wieder gesund. Kneipp führte seine Genesung auf den therapeutischen Effekt des kalten Wassers zurück und fing an, sich systematisch mit der Wirkung von unterschiedlich temperiertem Wasser auf den Körper auseinanderzusetzen. Seine Untersuchungsergebnisse schrieb er nieder und veröffentlichte sie unter dem Buchtitel <strong>„Meine Wasserkur“</strong>. <strong>Unzählige Kranke pilgerten zu Pfarrer Kneipp, um sich von ihm behandeln zu lassen und um von ihm zu lernen, er errichtete Badehäuser und Heime für Kinder und wurde für seine Wohltaten schließlich mit dem päpstlichen Ehrentitel „Monsignore“ ausgezeichnet<strong>.</strong></strong><sup>2 </sup>Heute kennen die meisten den Namen Kneipp vor allem aufgrund der „Kneippbecken“, die man im öffentlichen Raum vorfindet. Tatsächlich ist Sebastian Kneipp jedoch ein Pionier in Sachen therapeutischer Wasseranwendung und ein Vorläufer der Ganzkörperkältetherapie per Kältekammer, die heute eine ähnliche Anziehungskraft auf die Menschen zu haben scheint, wie die Kneipp-Kur im 19. Jahrhundert.</p>



<p>Quellen:</p>



<p>Dr. Außerer, Oskar; Dr. med. Thuile, Christian: <em>Schneesauna. Die Wellness-Revolution. Eine Methode nach Dr. med. Christian Thuile.</em> Wien 2014.</p>



<p>Papenfuß, Prof. Dr. sc. med. Winfried: <em>Die Kraft der Kälte. Ganzkörperkältetherapie bei -110</em><em>℃</em><em>. </em><em>Eine physikalische Kurzzeittherapie mit Langzeitwirkung. Regensburg, 2005.</em></p>



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<p>[1] Vgl. Prof. Dr. sc. med. Winfried Papenfuß: Die Kraft der Kälte. Eine physikalische Kurzzeittherapie mit Langzeitwirkung. S. 10.</p>



<p>[2] Vgl. Dr. med. Christian Thuile, Dr. Oskar Außerer: Schneesauna. Die Wellness-Revolution. Eine Methode nach Dr. med. Christian Thuile. Wien 2014. S. 50.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://koerperkaelte.de/der-historische-hintergrund-der-ganzkoerperkaeltetherapie">Der historische Hintergrund der Ganzkörperkältetherapie</a> erschien zuerst auf <a href="https://koerperkaelte.de">Körperkälte - Fit und Gesund dank Kältekammer</a>.</p>
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